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Aktuelles
20.01.2023

ETL-Gastvortrag an Heinrich-Heine-Uni

"Auch die Absolventen der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten werden die Governance von Unternehmen in den nächsten Jahren im Sinne von ESG prägen"

Mit dem Gastvortrag „(Wann) Führt ESG die Unternehmensführung?“ beteiligte sich ETL Prüfung & Beratung jetzt am Programm der Klimawoche, die der Lehrstuhl BWL, insbes. Financial Accounting an der Heinrich-Heine-Uni Düsseldorf ausgerufen hatte.

CEO Christoph Tönsgerlemann beleuchtete mit Unterstützung von ETL-Werkstudentin Jill Döding die Chancen und Risiken aus der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD).

Das Kürzel ESG setzt sich aus den Begriffen Environment, Social und Governance zusammen – diese bilden die drei Säulen einer nachhaltigen Unternehmensführung. Nachhaltiges Wirtschaften rückt angesichts des Klimawandels und seiner Folgen immer mehr in den Fokus. Die nicht-finanzielle Berichterstattung wird immer bedeutender und letztlich gleichwertig mit der finanziellen Berichterstattung sein.

Obwohl die globale Durchschnittstemperatur und Treibhausgasemissionen seit der Industrialisierung stark angestiegen sind und ohne Vorkehrungen noch weiter steigen werden, ist das Thema Nachhaltigkeit erst in den vergangenen Jahren ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Heute ist es aus Politik und Wirtschaft nicht mehr wegzudenken. Immer mehr Unternehmen sind daher verpflichtet, über ihre ökologischen und sozialen Aktivitäten zu berichten – oder tun dies aus Imagegründen sogar freiwillig.

„Durch die neuen Anforderungen der CSRD sowie der deutlich gestiegenen Bedeutung der Themen Umweltschutz und soziale Mindeststandards wird die Nachhaltigkeitsberichterstattung auch die Unternehmensführung von sehr vielen Mittelständischen Unternehmen künftig immer mehr prägen“, sagte Christoph Tönsgerlemann.

Die berichtspflichtigen Inhalte zu erfassen und aufzubereiten, insbesondere die Erfassung der Kennzahlen im Bereich „Environment“, stellt eine große Herausforderung für die Unternehmen dar. Sie sind beispielsweise verpflichtet, entsprechende Kennzahlen bezüglich ihrer Treibhausgasemissionen zu erfassen. Unter Berücksichtigung der Lieferketten kann dies sehr komplex sein.

Zu den Chancen, die das Thema ESG birgt, zählen zum Beispiel Innovation/Produktivitätssteigerungen, Vorteile bei Kreditvergaben und eine gute Marktpositionierung. Daneben stehen die Risiken, als schlechte Arbeitgebermarke dazustehen und ein schlechtes Rating erhalten.

Christoph Tönsgerlemann freute sich über die Gelegenheit, mit Studenten und Mitarbeitern der WiWi-Fakultät ins Gespräch zu kommen. „Unternehmen müssen sich ab sofort intensiv mit den Anforderungen der CSRD auseinandersetzen. Nicht nur Naturwissenschaftler und jeder Verbraucher können einen Beitrag zu einer nachhaltigen Unternehmensführung bzw. Lebensführung leisten – auch die Absolventen der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten werden die Governance von Unternehmen in den nächsten Jahren im Sinne von ESG prägen“, resümierte er.

 

Autorin: Jill Döding

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