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Interne Revision: Top-Risiken strategisch steuern

Reagieren Sie zeitnah auf ein hochdynamisches Umfeld!

Interne Revision: Top-Risiken strategisch steuern
Aktuelles
16.02.2026 — Lesezeit: 3 Minuten

Interne Revision: Top-Risiken strategisch steuern

Reagieren Sie zeitnah auf ein hochdynamisches Umfeld!

Die Global Internal Audit Standards (GIAS) setzen die Rahmenbedingungen für Interne Revisoren und sind als global anerkannte betriebswirtschaftliche Norm für alle Internen Revisionen verbindlich.

Gemäß Standard 9.2 muss die Revisionsleitung einen Revisionsplan erstellen, der das Erreichen der Organisationsziele unterstützt. Hierfür muss sie den Revisionsplan auf eine dokumentierte Beurteilung der Strategien, Ziele und Risiken der Organisation stützen. Diese Beurteilung muss mindestens jährlich durchgeführt werden.

Um auf Veränderungen in den Risiken der Organisation zu reagieren, sollte die Revisionsleitung ein Verfahren zur Ermittlung und Beurteilung wesentlicher, neuer und aufkommender Risiken entwickeln, die im Revisionsplan zu berücksichtigen sind. Als eine Informationsquelle kann hierfür die Studie „Risk in Focus 2026“ herangezogen werden, die seit 2017 jährlich vom Europäischen Dachverband der Revisionsinstitute (ECIIA) gemeinsam mit einer Reihe nationaler Revisionsinstitute in Europa herausgegeben wird, darunter auch das Deutsche Institut für Interne Revision (DIIR).

Die alljährliche Aufnahme der Risikolandschaft aus Sicht der Internen Revision in Europa erfolgt mit dem Ziel,

  • die Sicht der befragten Revisoren, Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder auf aktuelle Risiken festzuhalten,
  • Erkenntnisse über aktuelle Herausforderungen in namhaften europäischen Unternehmen und Organisationen abzubilden sowie
  • Anregungen für die Prüfungsplanung zu geben.

Hierzu wurden im vergangenen Jahr branchenübergreifend 879 europäische Revisionsleitungen in 15 Ländern sowie Mitglieder von Aufsichts- und Leitungsgremien, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Branchenexpertinnen und -experten befragt.

Die Top-4-Risiken im Jahr 2026
  • Cybersicherheit und Datensicherheit – bereits seit 2019 das größte Risiko, verschärft durch KI-basierte Angriffe und aktuelle Herausforderungen, u. a. geopolitische Situation, Fachkräftemangel.
  • Humankapital und Talentmanagement – Fachkräftemangel, kurze Betriebszugehörigkeit, erwartete Arbeitsplatzflexibilität und KI-bedingte Kompetenzanforderungen sind die dominierenden Themen.
  • Digitale Disruption und Künstliche Intelligenz – Unternehmen müssen die Chancen neuer Technologien nutzen und zugleich Risiken durch schnelle technologische Entwicklungen und mögliche Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern managen.
  • Makroökonomische und geopolitische Unsicherheit – Handelskonflikte, Zölle, Kriege und politische Instabilität prägen die Rahmenbedingungen und wirken sich auf zahlreiche andere Risikobereiche aus.

Trotz zunehmender Extremwetterereignisse ist das Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit im Ranking auf den 10. Platz zurückgefallen. Lange Wirkungshorizonte und regulatorische Unsicherheit, z. B. das sog. Omnibus-Paket I, führen dazu, dass Klimarisiken aus dem Fokus geraten sind.

Auch interessant: Wie Künstliche Intelligenz die Interne Revision verändert – jetzt hier lesen!

Insgesamt zeigen die Ergebnisse: Risiken sind stärker miteinander vernetzt als je zuvor. Damit wird es für Organisationen immer schwieriger, Strategien langfristig zu planen. Interne Revisionen sind daher gefordert, nicht nur Risiken aufzuzeigen, sondern auch als Sparringspartner der Unternehmensführung zu agieren. Der Trend geht klar zu einem stärkeren Beratungsansatz.

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Die detaillierten Ergebnisse der Studie „Risk in Focus 2026“ können direkt beim DIIR abgerufen werden.

Nutzen Sie die Ergebnisse der Studie als unverbindliche Hinweise und vergleichen Sie die genannten Risiken mit Ihrer eigenen Risikobeurteilung. Passen Sie auch die Revisionskapazitäten und die fachlichen Kompetenzen in den relevanten Themenfeldern an die Bedeutung der Risiken an.

Das Team ETL consit – ein Unternehmen der Gruppe ETL Prüfung & Beratung – unterstützt Sie gern bei der Bewältigung Ihrer Herausforderungen.

Oliver Hansen, Dipl.-Kfm. (CIA, CRMA)
Bereichsleiter Corporate Governance/Prokurist

Oliver Gose, Dipl.-Betriebswirt
Mitglied der Geschäftsführung

Dieser Beitrag gehört zu unserer Reihe „Basisaspekte einer modernen Internen Revision“. Entdecken Sie weitere Fachartikel zur Internen Revision über das Suchfeld oder in unserer Themenrubrik.

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Oliver Hansen
Dipl.-Kfm, CIA, CRMA

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Oliver Gose
Diplom-Betriebswirt

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