E-Bilanz in Sicht

Rechtzeitige Vorbereitung lohnt sich. Zeitaufwand nicht unterschätzen.

 

Kontrovers wurde über § 5b EStG (BStBl. I , S. 47) diskutiert, nach dem Unternehmen, die nach §4 Abs. 1, §5 oder §5a EStG bilanzieren, die Inhalte der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz (sog. "Taxonomien" ) elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln haben.

Im Zusammenhang mit § 5b EStG sind trotz des BMF-Schreiben vom 19. Januar 2010, BStBl. I , S. 47 noch Fragen offen geblieben. Mit dem finalen Anwendungsschreiben des BMF (BMF Schreiben v. 28. September 2011 - IV C 6 - S 2133-b/11/10009, BStBl. 2011 I S. 855) stehen nunmehr die Anwendungsbedingungen fest. Bestätigt wurde damit u.a. eine Übergangsregelung, nach der es nicht beanstandet wird, wenn die Norm für das erste Wirtschaftsjahr nach dem 31. Dezember 2010, dem gesetzlichen Anwendungszeitpunkt, noch nicht angewandt wird.

Für zahlreiche Unternehmen der privaten Wirtschaft (eine Sonderregelung besteht für Personengesellschaften) ist die E-Bilanz damit ab dem kommenden Wirtschaftsjahr Realität. Auch für zahlreiche öffentliche Unternehmen wird die E-Bilanz ein wichtiges Thema. Insbesondere Betriebe gewerblicher Art (BgA) , die eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufstellen, werden durch die Regelung erfasst. Allerdings sieht die Finanzverwaltung u.a. für BgA eine besondere Übergangsregelung vor. Zur Vermeidung unbilliger Härten ist § 5b EStG erstmals für die Wirtschaftsjahre nach dem 31. Dezember 2014 anzuwenden.

Trotz dieser großzügigen Regelung sollte die Vorbereitung auf die E-Bilanz so früh wie möglich beginnen. Zu Anfang steht eine vollständige Analyse des betrieblichen Rechnungswesens. Alle Konten müssen entsprechend den amtlichen Taxonomien neu klassifiziert und bebucht werden. Nötigenfalls ist der bestehende Kontenrahmen zu ändern, gegebenenfalls eine Überleitungsrechnung zu erstellen. "Am Ende dieses Prozesses kann ein vollkommen anderes Buchungsverhalten stehen." , weiß WP/StB Hille Behrens, Vorstand der ETL Wirtschaftsprüfung, die bereits viele privatwirtschaftliche Mandanten bei der Umstellung auf die E-Bilanz begleitet hat. "Man darf den Zeitaufwand auf keinen Fall unterschätzen. Insbesondere im Zusammenspiel mit Reporting-Systemen und Nebenbuchhaltungen kann es sich um ein umfangreiches Projekt handeln." Eine frühzeitige Reaktion verhindert unnötige Mehrkosten, organisatorische Schwierigkeiten und Probleme - und schont damit Ihre Nerven.

(Stand: 15.08.2013)

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